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Okt 15 2015

Philips Hue mit beliebigen LED Strips erweitern.

Ich habe mir vor ca. 1 1/2 Jahren Philips Hue zugelegt. Damals habe ich mich für das Starterset mit der Bridge und einer Hue Iris Lampe entschieden. Ich hatte vorher schon zwei LivingColor Iris Lampen von Philips, welche ich problemlos mit der Hue Bridge koppeln konnte. Seitdem bin ich sehr zufrieden mit dem System. Philips hat vor kurzem die neuen Hue LightStripes Plus
vorgestellt. Diese sind heller als das Vorgängermodell mit welchem ich vor nem Jahr schon mal als Erweiterung geliebäugelt habe. Allerdings bekommt man nur 2m LED Streifen und die Verlängerung
kostet 25€/Meter.

Durch Zufall bin ich beim Stöbern auf ein LED Vorschaltgerät von der Firma Dresden Elektronik gestoßen. Das Modell FLS-PP lp unterstützt den Zigbee LightLink Standard wodurch es zu Philips Hue kompatibel ist. Man kann beliebige 12/24V LED LightSripes bis max. 10m (abhängig vom verwendeten Netzteil und den Nenndaten der Lightstripes) anschießen.

Ich habe mir für den ersten Versuch das Vorschaltgerät mit passendem Netzeil und einem 5m RGBW LED Steifen bestellt.
Um das Netzteil ans Vorschaltgerät anzuschließen macht es sinn einen passenden Adapter dazu zu bestellen. Alternativ könnte man auch den Stecker des Netzteils abschneiden und die Adern direkt an das Vorschaltgerät anschließen.

Bei der Wahl des Netzteils muss man darauf achten welche Daten die LEDs haben. Wenn die LED LightStrips z.B. 7,2W/Meter verbrauchen und mit 12V versorgt werden so ergibt sich daraus bei 5 Metern ein maximaler Verbrauch von 7,2W x 5 = 36W. Bei 12V und 36W ergeben sich 36W / 12V = 3A. Das Netzteil muss also in diesem Beispiel 12V und 3A haben. Ich würde aber lieber noch etwas Reserve drauf rechnen und das nächst leistungsstärkere Netzteil nehmen.

Bei den LightStrips die ich bestellt habe passte die Farbliche Zuordnung der Kabel nicht. Es ließ sich aber relativ schnell herausfinden welcher Pin für Rot, Grün oder Blau zuständig ist.

IMG_0004

Nach erfolgreichem Zusammenbau und Anschluss des Netzteils an Strom taucht der LightStrip automatisch in der Hue App auf. In meinem Fall als zwei Lampen, denn die weißen LEDs werden unabhängig von den RGB LEDs geregelt.

Preislich leigt man zunächst zwar etwas höher als mit den Philips Hue LightStrips, sofern einem 2m länge reichen. Wenn man jedoch längere LEDs nutzen möchte wird es teurer.
Außerdem bietet das Vorschaltgerät die Möglichkeit verschiedenste LED Streifen oder auch LED Deckenpaneele per Hue zu steuern. Das einzige worauf man achten muss ist der maximale Strom von 6A.

Hier nochmal meine komplette Einkaufsliste:

Funkvorschaltgerät FLS-PP lp mit Power PWM-Schnittstelle für RGBW- und RGB-Leuchten (12/24V LED/LED-Streifen)

XKTTSUEERCRR 5m 300 LEDs RGBWW (RGB+Warmweiß) LED Strip Licht Streifen 5050SMD IP65 Wasserdicht

Salcar – 72W Netzteil (12V 6A) universal als Ersatz für LED Strip, LCD Bildschirm, Lichtschlauch, TFT Monitore, Überwachungskamera, PicoPSU, Festplatten

DC-Buchse für den Anschluss des Netzteils

Wer es einfacher haben will kann sich auch ein Set von Dresden Elektronik bestellen:

Erweiterungsset für funkgesteuerte Beleuchtung (ZigBee Light Link) , 3m RGB LED Streifen und Netzteil

24 Kommentare

2 Pings

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  1. Indy

    Hey Wow …

    Tolle Anleitung !!!

  2. Konstantin

    Könnte man dies auf mehr als 10 meter erweitern (in meinem fall ca 18,5) ?

    1. Michael

      Das dürfte problematisch werden. Das Vorschaltgerät kann mit maximal 6A umgehen. Das bedeutet 12V LEDs dürfen maximal 72W auf der Gesamtlänge verbraten, bei 24V LEDs sind es entsprechend 144W maximal. Je nachdem wie viele LEDs/Meter der Streifen hat liegt man da meistens bei 5-10 Meter länge..

    2. Marc Pantak

      Hey Leute!
      Vorneweg find ich die Anleitung wirklich klasse und würd nicht viel anders schreiben!

      Schreib ja mal sehr selten in Gruppen, aber da ich das hue-System selber nutze und neben Philips & Osram auch das Vorschaltgerät von dresden electronic über die hue-Bridge im Einsatz hab geb ich mal meinen Senf dazu 😉
      …achja und Elektriker, Hobbybastler & angehender Funkenmeister auch noch 😀

      Mal das Wichtigste für die Led-Streifen Selberbastler :

      Unbedingt ein Konstantstromvorschaltgerät nehmen und stets leicht überdimensionieren da LED-Leuchten hohe Einschaltstromspitzen aufweisen und Leistungsdaten von Vorschaltgeräten oft höher und somit falsch ausgegeben werden.

      Bei Längen über 10m den LED-Steifen beidseitig einspeißen, dann kommt man bis knapp 20m ohne den Spannungsfall fürchten zu müssen. Achja und nehmt 24V Stripes (&Vorschaltgerät)…Gleichmäßigere Farbwiedergabe und Ausleuchtung 😉

      Dann noch kurz zur Leistung:
      Jetzt werdet ihr ein Problem bei der länge über 10 Meter merken, wenn ihr nicht nur „schwächere Zierbeleuchtungen“ haben wollt.
      ich hab zum Bsp. ein rgbw-Band mit einer Länge von 5 Metern im Gebrauch mit einer max. Leistung von 14,4W/m & 24V.
      Also 3A max. Strom.
      Das Funkdimmgerät von dresden electronic kann Stripes mit max. 6A betreiben.
      Ergo 24V -> 144W
      12V -> 72W

      TIPP:
      Zum Bsp. ein Vorschaltgerät für min. 12A und 2 Stück Betriebsgerät mit max. 10m Stripe bei 24V 14,4W/m .
      So spart ihr euch zumindest das Geld für ein zweites Vorschaltgerät.

      Jetzt noch zu den Stripes :
      Ich empfehle grundsätzlich, zugeschnittene Stripes und die Zuleitung zu löten. Die Kontakte sind besser, geringere Warscheinlichkeit bezüglich Ausfall der Beleuchtung,…
      Und wie oben bereits gesagt, 24V machen glücklich 😉
      Ach und bitte nicht den Billig China-Sch***, besser den wertigen China-Sch*** (Kommt ja eh alles aus der Richtung) 😅
      Denn es ist keine Freude, alle halben Jahre die Stripes zu erneuern.
      Ausserdem ist die Qualität der Farbwiedergabe & die Helligkeit (Lumen pro Watt) meist bei billigen Produkten geringer.

      Als kurzes Nachwort meine Meinung zu dem Betriebsgerät von dresden electronic.
      Die Herren machen wohl gut Geld damit, da es auf dem Markt einzigartig ist. Derzeit kostet es gut 60 Euro, die Produktion wohl 5 Euro bei entsprechenden Abnahmen..die Zigbee-Lizenz, keine Ahnung.
      Aber nun gut leben und leben lassen.
      Im ersten Moment störte mich die Tatsache sehr, das es als 2 Leuchten (weiß und Farbe) erkannt wird. Doch kann man die leuchten in Gruppen bzw Räumen zusammenfassen und hat so sogar wesentlich mehr Spielraum in sachen Lichtgestaltung. Auch der „Dauertest“ wurde gut überstanden, also vor der Montage provesorisch angeschlossen und mal ein par Tage durchleuchten/dauernd rumzappen, ect.. Einfach gesagt, ich bin begeistert 😉

      Ach ja, montiert Vorschalt- und Betriebsgerät IMMER „erreichbar“! und nicht einfach mal hinter die Rigipsdecke und zugespachtelt! Ich kanns weder mehr sehen noch hören und „schnell mal machen“ sowieso nicht 😮

      Tut mir leid, das es so viel geworden ist!
      Hoffe es sind auch nicht zu viele Rechtschreibfehler enthalten. Sonst verzeiht mir, es ist die Handytastatur und der spannende Film schuld 😀
      wollte nur möglichst wenige Fragen offen lassen :)

      1. Michael

        Danke für diesen sehr informativen Kommentar. Vor allem die Info mit den zwei Netzteilen für größere Längen hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Dass hilft bestimmt dem einen oder anderen beim Nachbauen.

      2. fritz G.

        Ich möchte auch einen 10m Stripe integrieren – hab aber ehrlichgesagt keine Ahnung von der Materie – könntest du mir Links posten was ich kaufen soll? 😀 wäre top :)

      3. Jens

        Hallo Marc,

        Dein super Bericht deutet darauf hin, dass Du Dich mit HUE/Light Strips sehr gut auskennst.
        Vielleicht kannst Du mir helfen….

        Ich möchte bei der alten HUE RGB Lightstrips Steuereinheit (LST001) „fremde“ warmweiße Lichtstreifen anschließen.
        Das heißt – den originalen RGB Lichtstreifen abtrennen und gegen warmweiße „Fremdanbieterstreifen“ austauschen.

        3 Leuchtstreifen a ca. 35cm Länge, parallel
        Max. Bereite der Leuchtstreifen 12mm

        Könntest Du mir aus Ihrer eigenen Erfahrung sagen, mit welchen Leuchtstreifen das funktioniert?

        Muss dimmbar sein und über die HUE App steuerbar….

        Vielen Dank

  3. Martin

    Hallo,

    ich habe nun einige, jedoch nicht alle 1 seiten durchgelesen.
    Ich baue in absehbarer Zeit mein Zimmer aus, und möchte das Philips Hue System verwenden.
    Auch die Led Strips möchte ich mit der Hue App, Logitech Harmony, sowie der Philips Hue Wireless Dimming FB steuern können.

    Habe nun von 2 „günstigeren“ Methoden gefunden, da die Hue Led Strips unverschämt teuer sind…

    Einmal gibt es da von Dresden Elektronik einn Modul (FLS-PP), was Ziggbee kann, da es da aber oft zu Ausfällen kommt, fällt dieses eher weg… und ich weiss auch nicht ob ich da mit der Harmony und Wireless Dimming FB steuern kann..

    Die 2. Methode ist das Set von Philips kaufen, und diese dann mit günstigeren LEDs von drittanbietern zu verlängern.. Jedoch welchle mit extra Warmweiss Led.
    Funktioniert dass nun ohne Einschränkungen?

    und ausserdem komme ich auf einer Länge von 10-15 m, was benötige ich alles, damit jedr Led gleich hell leuchtet und kein Spannungsabfall stattfindet?

    Danke und freundliche Grüße

    1. Michael

      Hi Martin,

      lt. Datenblatt ist das FLS-PP Modul auf maximal 6A ausgelegt. Das bedeutet 12V LEDs dürfen maximal 72W auf der Gesamtlänge verbraten, bei 24V LEDs sind es entsprechend 144W maximal. Je nachdem wie viele LEDs/Meter der Streifen hat liegt man da meistens bei 5-10 Meter länge.

      Ich selbst hatte bisher keine Probleme mit diesem Modul. Kann also nicht wirklich was zur Ausfallhäufigkeit sagen.

      Ich steuere das Ganze per iConnect Hue App oder Philips Hue Tab. Mit dem Hue Wireless Dimming Schalter geht es natürlich auch. Mit der Logitech Harmony ginge es vermutlich nur auf Umwegen z.B. mit nem Raspberry Pi.

      Das Philips Original habe ich bisher nicht im Einsatz gehabt. Laut Beschreibung sind 10 m Länge möglich. Da wird auch das Netzteil drauf ausgelegt sein. Ob andere LED Strips angebastelt werden können und ob das Netzteil das mitmacht weiß ich leider nicht.

  4. Kobi

    Hier auch noch mehr Infos und Möglichkeiten:

    https://www.youtube.com/watch?v=Vwun-3_eh8k

  5. Ales S.

    Braucht man dafür noch eine hue Bridge oder wird das FLS-PP auch so von der hue App gefunden?

    1. Michael

      Ja, die Bridge wird benötigt.

  6. ambi fan

    kann man an das Dresden Modul auch 5V ws2801 LED Stripes anbinden um ein Ambilight zu bauen? Es geht darum, dass man die Leds der ws2801 einzelnd ansteuern kann, was ja mit den Hue lightstripes nicht möglich ist.
    Somit könnte man sich das umständliche Zusammenbasteln des Ambilights mittels Raspi usw. ersparen.

    1. Michael

      Nein das funktioniert nicht.

    2. Udo

      Das gibts fertig dreamscreentv.com 😉

  7. Gunther

    Danke für den tollen Bericht. Eine Frage dazu, da ich gerne meine Milight-Bridge und Steuerung gegen HUE tauschen möchte, aber die Streifen kleben lassen möchte.
    Wenn das Vorschaltgerät per Trafo ausgeschaltet und wieder eingeschaltet wird, merkt sich die Kombi aus Bridge und Vorschaltgerät den letzten Stand von Helligkeit und Farbe?

  8. andre

    Moin,
    grundsätzlich muss man als erstes entscheiden, wofür die Lightstrips dienen sollen:
    Effektbeleuchtung oder Wohnbeleuchtung?
    RGB deckt den Farbraum nur unzureichend ab. Auch wenn es gemischt weiß ergibt, so sind es doch nur drei Wellenlängen. Salopp: wenn man Pech hat, reflektiert z.B. ein grünes Kissen genau die Wellenlänge der grünen LEDs nur schlecht und wirkt fast schwarz. Für eine vernünftige Farbwiedergabe braucht es also ein weites Spektrum an Wellenlängen.
    Weiße LED funktionieren anders: Eine UV-LED ist mit einem Leuchtstoff beschichtet. Der Leuchtstoff wird durch das UV-Licht angeregt und gibt ein weites Spektrum an Wellenlängen ab. Die Qualität des Leuchtstoffs entscheidet über die Wellenverteilung und damit Naturtreue der Farbwidergabe (und über die Farbtemperatur). Ideal für natürliche Farbwidergabe ist, wenn LED mit verschiedenen Farbstoffen gemischt werden – z.B. Warmweiß und Kaltweiß.

    Der Philips Lightstrip+ verwendet RGBWwCW. RGB dient der „Effektbeleuchtung“, WarmWhite und ColdWhite mischt die „Wohnbeleuchtung“ mit guter Farbtreue.

    Etwas vergleichbares gibt es bisher schlicht von keinem anderen Anbieter. Maximal werden Steuergeräte mit RGBW, also einem Weißton als Ergänzung angeboten. Für die Wohnbeleuchtung sind diese schlicht weniger gut, da die Farbwidergabe schlechter ist.

    Will man aufs teure hue-System verzichten, gibts also wenig Alternativen:
    RGB oder RGBW-Controller mit entsprechenden Stripes für „Effektbeleuchtung“
    WW/CW-Controller mit entsprechenden Stripes für Wohnbeleuchtung.

    Will man beides, so wäre die Alternative zum Lightstrip+, schlicht immer zwei Streifen nebeneinander zu kleben (RGB und CW/WW).
    Als Controller ist dabei der hue-Lightstrip+Conroller alternativlos. Bei 63€ mit 2m Stripe ist er auf jeden Fall billiger, als zwei Dresden-Elektronik-Controller (einen für RGB, einen für WW/CW); von der Ansteuerung ist er sowieso komfortabler.

    Dern Nachteil des Lightstrip+ ist allerdings die sinkende Helligkeit bei größerer Länge. Die Stromversorgung ist auf 2m ausgelegt; verlängert man den Stripe, wird die Gesamtleistung (und damit die Helligkeit) auf die größere Länge verteilt.

    Hierfür gibt es eine einfache Lösung: LED Amplifier. Hier gibt es für wenig Geld 1 und 3 kanalige Exemplare. Beim hue-Lightstrip+-Controller sind 5 Kanäle zu verstärken. Diese Amplifier detetktieren das Pulsweitensignal des Contollers, stellen für diesen aber fast keine Last dar (weniger Belastung als eine einzelne LED). Sie schalten mit einem Mosfet den Strom eines gesonderten Netzteils. Sie gibt es für verschiedene Spannungen und Stromstärken. Man kann so quasi beliebig viele/lange Lightstrips von einem Controller aus steuern. Zu beachten ist allerdings auch die Schaltgeschwindigkeit; nicht jeder LED-Amplifier schaft die Schaltgeschwindigkeit, die der Hue-Contoller verwendet. Es gibt auch Selbstbauanleitungen für LED-Amplifier – die Bauteile für einen 144W-Amplifier kosten weniger als 5€.

    Will man mehrere Lightstrips in verschiedenen Räumen einsetzen, so drängt es sich auf, mehrere hue-Lightstrip+-Sets zu erwerben. Hat man z.B. 4 Sets erworben, setzt man einen Controller mit 8m original Philips-Stripes ein, wovon 2m direkt an den Controller gehen und die weiteren 6m über LED-Amplifier und gesonderte Stromversorgung angeschlossen werden. So erreicht man optimale Farbwidergabe und Helligkeit mit der Möglichkeit von Farbeffekten (z.B. im Wohnzimmer).

    Die anderen Controller (die, wenn man die Kosten, welche die Verlängerungsstücke fürs Wohnzimmer einzeln gekostet hätten, abzieht, quasi nur noch 25€ gekostet haben) verwendet man dann mit LED-Amplifiern für die anderen Räume mit den geeigneten Stripes: CW/WW für Flur und Küche (RGB bleibt ungenutzt), RGB oder RGBW für den Partykeller.

    Da man so durchgehend original Hue-Contoller nutzt, hat man keine Kompatibilitätsprobleme zu fürchten.

    Hält man RGB von vorneherein für Spielerei und will nur die Farbtemperatur im Wohnbereich einstellen können (z.B. Wohnküche: Kochen und Aufräumen Kalt- oder Normalweiß, Essen/mit Freunden zusammensitzen: Warmweiß), so gibt es zwei alternative Lightstrip-Steuerungen zu hue oder Dresden-Elektronik:
    – China-Controller für CW/WW (auf ebay.com nach „zigbee CW/WW“ suchen, dann auf der Seite des Angebots „.com“ auf „.de“ ändern – weltweite Suche bei ebay.de findet die Artikel nicht) -ca. 21€
    – Ikea Tradfri Whitespektrum-Birne (E14 14,99€ oder E27 als Set mit Fernbedienung für 25€) zerlegen und mit 12V/3,3V Stepdownwandler, zwei Transistoren und zwei Widerständen an einen LED-Amplifier anschließen. Steuerung über Hue-Bridge geht aber nicht (IKEA verwendet Zigbee Homeautomatisation, nicht LightLink), als Gateway braucht man z.B. Rapbee (Dresden-Elektronik) auf einem RasPi.

    Für den Partykeller (Farbtreue egal) gibts genanntes China-Modul auch für 23€ als RGB.

    Ich selber warte noch auf die Lieferung aus China – sobald ichs getestet habe, berichte ich. Der Tradfri-Umbau wurde schon von anderen erfolgreich getestet (Heise-Verlag). Wahrscheinlich werde ich aber doch noch zwei bis drei Lightstrip+-Sets erwerben (eins habe ich schon), da ich Wohnzimmer+Küche umbaue (wird eine große Wohnküche) und da dann die optimale Wohn-, Koch- und Partybeleuchtung brauche.

    1. Gilbert

      Hallo André,
      das ist ein sehr ausführlicher Bericht.

      Jedoch habe ich noch eine Frage bezüglich dem verlängern von LightStrips+

      Du schreibst:

      „Dern Nachteil des Lightstrip+ ist allerdings die sinkende Helligkeit bei größerer Länge. Die Stromversorgung ist auf 2m ausgelegt; verlängert man den Stripe, wird die Gesamtleistung (und damit die Helligkeit) auf die größere Länge verteilt.

      Hierfür gibt es eine einfache Lösung: LED Amplifier. Hier gibt es für wenig Geld 1 und 3 kanalige Exemplare. Beim hue-Lightstrip+-Controller sind 5 Kanäle zu verstärken. Diese Amplifier detetktieren das Pulsweitensignal des Contollers, stellen für diesen aber fast keine Last dar (weniger Belastung als eine einzelne LED). Sie schalten mit einem Mosfet den Strom eines gesonderten Netzteils.

      Könntest Du hierzu noch die Links für die möglichen LED Amplifier und Netzteile hinzufügen.
      Ich habe nämlich diese Probleme mit der sinken Helligkeit da ich 8 m LightStrips + am Stück verwenden.

      Danke

  9. andreas

    Hi,

    na das nennen ich mal einen guten Beitrag.
    Vielen Dank für die vielen Info – das hilft weiter!!

    1. Andre

      Zum Selbstbau von Lightstrip-Controllern noch ein paar Worte:

      Die Ikea-Tradfree-Lampen haben inzwischen eine Firmware, die hue-compatibel ist. Seit neustem sind auch rein warmweiße Leuchtmittel verfügbar (für 6,99 als GU10 und als E14Kerze). Zumindest die GU10 sind sehr einfach zu zerlegen.

      Will man einen Controller selber bauen, braucht man sogenannte LogicLevel MosFETs, die auch mit 3,3V anzusprechen sind. Ich hatte unbedarft normale bestellt, wie man sie für LED-Amplifier verwendet. Die LogicLevel MosFETs wurden leider noch nicht geliefert (10 Stk mit Versand aus China für 4,70€ ist deutlich günstiger, als Kauf in Deutschland, braucht aber Zeit).

      Für ca 1€ bekommt man einen 12V zu 3,3V Stepdownwandler (auch aus China – den habe ich schon da).

      Der billigste Lightstrip-Controller im Eigenbau kostet somit bei einem Kanal (z.B. warmweißer Strip mit 12v):

      6,99 € für Tradfri GU10 warmweiß
      0,47 € für Logic-Level MosFET
      1,00 € für 12v zu 3,3v Stepdownwandler
      8,46 € gesamt für die Elektronik
      zzgl. Kleinteile (Kupplung für Netzteil, etwas Draht, Sockelleiste für Verbindung zum Lightstrip); meist Recycling von Elektroschrott möglich.

      Für längere Lightstrips kann man natürlich einfach mehrere LogicLevel MosFETs an eine Zigbee-Modul anschließen.

      Inzwischen gibt es von Ikea sogar eine Tradfri-RGBW für 35€ (inkl. Fernbedienung), hier ist die Elektronik aber vergossen und der Ausbau des Zigbee-Moduls ungleich schwerer. Es gibt aber auch RGBW-Leuchtmittel aus China, die zu hue kompatibel sein sollen, z.B. für 18$ bei gearbest (Jiawen Zigbee Bulb); ich habe mir da heute mal eine bestellt, mal schauen, ob sie besser zu zerlegen ist.

      Der Selbstbau eines RGB+ww+cw-controllers dürfte ungleich schwerer sein. Zum einen habe ich außer den Hue-Strips noch keine passenden Lightstrips entdeckt. Zum anderen finde ich auch kein anderes Leuchtmittel, welches sich zum Gewinnen des nötigen Zigbee-Moduls eignen könnte.

      Meine Idee ist daher diesbezüglich vage: Als Lightstrips zwei getrennte Lightstrips (RGB und CW/WW) in ein Aluprofil verbauen. Als Steuerung ein Zigbee-Modul, hue compatibel, am besten nur RGB. Ein kleiner Multiplexer und ein Arduino micro 3,3V, welcher nacheinander die Impulsweiten der RGB-Ausgänge des Zigbee-Moduls misst und entsprechend des Farbtons selber die Weißanteile für ww und cw ermittelt, und über 5 Ausgänge selber die Ansteuerung für die 5 Kanäle pulsweitenmoduliert vornimmt.
      Das ist aber ein Projekt, das aus meiner Sicht nicht lohnt: Billiger wäre, ein original hue Lightstrip+ für 65€ zu nehmen und die 2m hue-Lightstrip bei eBay zu verkaufen…

      Was mich interessieren würde – wieso finden sich fast keine Angebote für defekte white&colour hue Leuchtmittel bei ebay? In den meisten Fällen dürften doch wohl Netzteil, MosFETs oder LEDs (also die Teile, die Leistung umsetzen) defekt sein – oder mechanisch etwas beschädigt sein. In vielen Fällen dürfte man das Zigbee-Modul doch weiter verwenden können. Dann würde der Selbstbau sogar mit homekit funktieren…

  10. Andre

    Ich möchte kurz über meine Fortschritte berichten:

    Sowohl meine Selbstbau-Controller für 1-Kanal als auch 2-Kanal funktionieren einwandfrei. Als LogicLevel MosFETs habe ich IRL540NPBF genommen, bei ebay kosten 10 Stk. 4,40 + 2,50 Versand (aus Deutschland, also schnell). Die können bis 36A – geeignetes Netzteil vorausgesetzt, kann man da einige m an Lightstrips anschließen (Natürlich nicht in Reihe geschaltet, bei mehr als 10m dürften die Leiterbahnen der Strips zum Engpass werden)

    Den Stepdownwandler habe ich mit einem Eingangsspannungsbereich bis 36v gewählt; damit kann ich auch 24V Lightstrips sicher betreiben. Er ist etwas überdimensioniert, was aber nichts macht.

    Das Zigbee-Modul aus einer Tradfri Weißspektrum steuert 10m Warmweiß/Kaltweißstreifen. Natürlich wird nie die Maximalhelligkeit erreicht, denn z.B. bei Neutralweiß ist Kaltweiß 50% und Warmweiß ebenfalls. Die Stromaufnahme ist also immer nur die Hälfte des theoretischen Maximums. Daher habe ich auch 10m verbaut; das Licht ist sehr angenehm.

    Der Einkanalcontroller mit dem Zigbee-Modul aus einer Tradfri GU10 Warmweiß (6,99) steuert bei mir 10 50cm Lightstrips in Aluprofilen, die ich auf meinem Balkon installieren werde. Hier wird die Maximalhelligkeit voll ausgeschöpft; ich kann also auch im Winter draußen sitzen, eine Zigarre rauchen und dabei auf eBookreader lesen.

    Als problematisch hat sich die Tradfri E27 RGBW erwiesen. Der blaue Kanal schaltet nicht vollständig ab. Der Strip leuchtet schwach blau, wenn er ausgeschaltet sein sollte. Es gibt die Theorie, dass das xy-Farbmodell falsch implementiert ist; beim Ausschalten wird auf unzulässig 0/0 gesetzt. Warum das bei der Birne sonst nicht auffällt, weis ich nicht (möglicherweise sind die originalen MosFETs träger?).

    Ansonsten läuft der Selbstbau RGBW-Controller. Da das Set Fernbedienung + Leuchtmittel 35€ kostet und ich Fernbedienungen sonst (von Hue-Bridge-Nutzern) für ca. 10€ kaufe, kann ich 25€ für das Zigbee-Modul und ca. 5€ für Kleinteile rechnen – wenn denn das Blauproblem nicht wäre, wäre das für einen hue(ohne homebridge) kompatiblen Controller recht günstig.

    Allerdings habe ich schon einen Denkansatz, wie man das Problem lösen könnte: Ein Arduino pro nano clone (ca. 1,60€) könnte mit pulsein die Länge der Impulse aller 4 Ausgänge des Tradfri-Moduls messen und selber an 4 PWM-Ausgängen die MosFETs ansteuern. Wenn auf RGW nix kommt und auf blau nur ganz kurz, würde man den Arduino gar keine Impulse abgeben lassen – also den Fehler auffangen.

    Man könnte sogar Farben umsetzen – z.B. bei RGB die Helligkeit um 50% reduzieren und 50%der Helligkeit von Weiß aufaddieren – Das Zigbee-Modul liefert RGBW, der Arduino macht daraus RGB (für entsprechende billige Strips). Oder man lässt den Arduino die RGBW-Werte in RGB+ww+cw zerlegen. Oder man steuert vom Arduino einen digitalen Lightstrip an – und interpretiert die Helligkeit dann als Anzahl einzuschaltender LEDs. Mit einer App mit Diskoeffekt hätte man dann quasi eine riesen Pegelanzeige (bzw. Spektrumanzeige). Endlose Möglichkeiten.

    1. mario

      mega!!! bitte um anleitung auf einem blog inkl bilder schaltplan usw oder youtube video!
      das wäre würde wohle eine kleine diy revolution auslösen.!!!

  11. Udo

    Naja, es ist nicht alles Gold was glänzt!
    Abgesehen davon, dass das Ding schweineteuer ist, kann man es nicht mit Siri steuern.
    Für 60,- Eurotaler einfach armseelig!
    Da gibts auch schon Lösungen für 46,- Euro.
    Die sind auch nicht Siri-kompatibel aber kosten halt wenigstens 13,- Eur weniger.

    1. Michael

      Ja, mittlerweile gibt es durchaus günstigere Alternativen. Man bemerke aber bitte dass der Artikel von 2015 ist. Damals gab es soweit ich weiß nicht wirklich alternativen zu den Philips Lightstrips.
      Was die Siri Kompatiblität angeht nutze ich einen Raspberry Pi mit Homebridge.

  1. Empfehlenswerte Apps für Philips Hue » hiergibtshilfe.de

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  2. Philips Hue und HomeKit – Nachbau LED Strips per Siri steuern » hiergibtshilfe.de

    […] habe vor einiger Zeit einen Bericht geschrieben wie man das Philips Hue System mit beliebigen LED Strips erweitern kann. Leider ist diese Lösung nicht Apple HomeKit kompatibel, so dass man nur die original Philips Hue […]

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