Nov 07 2016

Philips Hue und HomeKit – Nachbau LED Strips per Siri steuern

Ich habe vor einiger Zeit einen Bericht geschrieben wie man das Philips Hue System mit beliebigen LED Strips erweitern kann. Leider ist diese Lösung nicht Apple HomeKit kompatibel, so dass man nur die original Philips Hue Lampen per Siri steuern kann. Die Steuerung des Eigenbau LED Strips funktioniert leider nur per App oder mit einem Schalter wie dem Hue Tap.

Die schöne Integration von HomeKit in iOS 10 hat mich dazu veranlasst nach Abhilfe zu suchen. Da ich einen Raspberry Pi für mein Ambilight am Fernseher benutze konnte ich auf diesem direkt auch einen Homebridge Server installieren.

Durch die Installation von Plugins können eine Vielzahl von Geräten erkannt werden, welche durch Homebridge als HomeKit Geäte gesteuert werden können ohne das diese offiziell HomeKit fähig sind.

Die Installation von Homebridge war sehr einfach. Anleitungen dazu gibt es in Massen. Hier findet ihr z.B. eine Anleitung auf deutsch.

Wer nach Plugins sucht um zu gucken was alles machbar ist kann sich hier einen überblick verschaffen.

Ich habe mir also homebridge-philipshue als Plugin installiert. Nach kurzer Konfiguration (siehe Plugin Beschreibeung) wurden alle Hue Lampen, welche mit der Hue Bridge verbunden sind, erkannt. Also auch der LED Strip der über das Vorschaltgerät von Dresden Elektronik angebunden ist.

Die neue Home App von iOS 10 erkennt ohne weiteres die Homebridge und alle dort angemeldeten Geräte. Somit lässt sich jedes dieser Geräte auch per Siri Kommando steuern. Auch das Ambilight lässt sich über das homebridge-hyperion Plugin ein und ausschalten bzw. einfach wie ein LED Strip auf eine festgelegte Farbe einstellen.

Wer also Spaß am basteln hat und sich für Smart Home Lösungen interessiert sollte sich Homebridge  unbedingt mal anschauen. Die Erweiterbarkeit ist fast grenzenlos. Viel Spaß beim ausprobieren.

Folgende Komponenten können hierfür z.B. benutzt werden:

Erweiterungsset für funkgesteuerte Beleuchtung (ZigBee Light Link) , 3m RGB LED Streifen und Netzteil

Raspberry Pi 3 Model B Bundle / Starter Set mit Zubehör

Mai 24 2016

Bootcamp: GPT-Partitionsstil bei Windows Installation

Nach erfolgreichem SSD Upgrade bei meinem iMac stieß ich bei der Windows 10 Installation per Bootcamp Assistent auf ein paar Probleme. Damit die Installation reibungslos klappt muss folgendes beachtet werden.

Zunächst wird die Installation per Bootcamp Assistent unter OS X vorbereitet. Dabei wird ein Installations-USB-Stick erstellt, von welchem später gebootet wird. Wenn der Stick erstellt ist wird noch die Partitionsgröße für Windows festgelegt. Anschließend startet der Mac neu und bootet vom USB-Stick.

Wenn man nun den Anweisungen folgt kommt man zu dem Punkt an dem der Windows Setup Assistent nach dem Installationslaufwerk fragt. Hier gibt man normalerweise das Laufwerk, welches durch den Assistenten als BOOTCAMP benannt wurde, an.

Die Anleitung von Apple besagt:

Wenn Sie den Assistenten ausgeführt haben, wird erneut das Windows-Installationsprogramm gestartet. Wählen Sie bei der Frage nach dem Ort der Windows-Installation die BOOTCAMP-Partition aus, und klicken Sie anschließend auf „Formatieren“.

Allerdings kann es zu folgender Meldung kommen:

Windows kann auf dem Datenträger nicht installiert werden.

Der ausgewählte Datenträger entspricht dem GPT-Partitionsstil.

Folgende Lösung können in diesem Fall funktionieren:

  • Windows Setup abbrechen
  • OS X Starten
  • Im Festplattendienstprogramm die Bootcamp Partition im exFat Format formatieren
  • OS X beenden und den Mac mit gedrückter alt-Taste starten
  • Jetzt sollte die Auswahl des Bootlaufwerkes erscheinen, dort kann man vom USB-Stick booten, wobei es zwei Optionen gibt: Windows oder EFI-Boot. Die Option EFI-Boot hat in meinem Fall den Erfolg gebracht.
  • Jetzt sollte die zuvor formatierte Partition als Installationsziel auswählbar sein. Man sie allerdings zuvor im Windows Setup formatieren.
  • Sollte Windows das Laufwerk trotzdem nicht verwenden können hilft es evtl. im Windows Setup die Partition zu löschen und anschließend den „nicht verwendeten Speicher“ als Installationslaufwerk zu verwenden. Das Windows Setup nimmt dann den freien Speicher und erstellt und formatiert die benötigten Partitionen selbstständig.

Jetzt sollte das restliche Setup ohne Probleme durchlaufen. Nach dem ersten Systemstart wird noch das Bootcamp Treiberpaket installiert (sollte automatisch starten) und die Installation ist abgeschlossen.

Mai 23 2016

SSD Upgrade beim iMac

Ich besitze einen 27″ iMac Late 2013 den ich Anfang 2014 in der Basiskonfiguration gekauft habe. Damals wollte ich eigentlich einen iMac mit Fusion Drive haben, aber durch ein Angebot war der iMac ohne Fusion Drive so günstig das ich zugeschlagen habe. Da die Preise für SSDs mittlerweile deutlich gesunken sind habe ich mir eine SanDisk Ultra II SSD 480GB SSD gekauft und wie hier beschrieben als externes Bootlaufwerk eingerichtet. Das Ergebnis war schon sehr gut und hat gegenüber der internen Festplatte einen deutlichen Geschwindigkeitsschub gebracht. Ein paar mal gab es allerdings Probleme beim aufwachen aus dem Ruhezustand, was möglicherweise ein Problem von OS X El Capitan ist.

Nach etwas Recherche habe ich mich dazu entschlossen den iMac zu öffnen und die interne Festplatte gegen die SSD auszutauschen. Da man bei den iMacs nur ans Innenleben kommt wenn man das Display ausbaut, und dieses bei dem Late 2013 Modell verklebt ist, habe ich mir das Know How sowie dieses Kleberset von iFixit zunutze gemacht und bin nach deren Anleitung vorgegangen.

Zur Befestigung der SSD benötigte ich noch einen Einbaurahmen von 2,5″ auf 3,5″. Das verwendete Model war allerdings nicht die beste Wahl, da die Gewindelöcher des Rahmens nicht mit der Position an einer herkömmlichen  3,5″ Festplatte übereinstimmen. Ich musste also etwas mit Kabelbindern improvisieren, was aber kein großes Problem war. Eventuell lohnt sich ein Blick auf Alternativen, die vielleicht besser passen.

Vorher

Vorher


Nachher

Nachher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach erfolgtem Einbau habe ich zur Sicherheit noch einen Funktionstest durchgeführt bevor ich das Display wieder verklebt habe. Dazu habe ich die Anschlusskabel des Displays verbunden und das Display lose auf den liegenden iMac gelegt. Da aber alles reibungslos funktionierte konnte ich mit dem Kleben des Displays fortfahren. Ich kann nur empfehlen ein Klebestreifen Set wie das von ifixit zu benutzen, damit am iMac anschließend nichts von dem Eingriff sichtbar ist.

Im Ergebnis ist die SSD natürlich nochmal schneller als mit dem externen Gehäuse. Hier nochmal ein Screenshot vom Speedtest.

SSD intern

Speedtest SSD intern

Wer technisch etwas versiert ist und die Anleitungen von iFixit befolgt der kann diesen Eingriff durchaus selbst durchführen.

Apr 25 2016

Mac SSD Upgrade per USB 3.0

Wer z.B. einen iMac oder Mac Mini mit einer herkömmlichen Festplatte besitzt hat vielleicht schonmal darüber nachgedacht die Festplatte durch eine deutlich schnellere SSD auszutauschen. Leider erfordert der Umbau bei diesen Geräten etwas Erfahrung und Geschick wie bei ifixit.com zu sehen. An so etwas traut sich nicht jeder ran, aber es gibt einen einfacheren Weg. Voraussetzung ist ein Mac mit USB3.0 Anschlüssen und mindestens OS X 10.8 Mountain Lion.

Selbstverständlich sollte immer ein aktuelles Backup vorhanden sein!

Benötigt wird ein USB Festplattengehäuse mit UASP Unterstützung. UASP steht für USB Attached SCSI und ist im Grunde ein spezieller Treiber der den Datentransfer mit externen Laufwerken erheblich beschleunigt.

In das Gehäuse kann eine herkömmliche SSD eingebaut werden. Dafür sind im Grunde keine besonderen Kenntnisse nötig.

Ich habe mir für meinen iMac folgende Komponenten gekauft:

Gehäuse: Inateck FEU3NS-1E Externes Festplattengehäuse mit UASP Support

SSD:         SanDisk Ultra II SSD 480GB Sata III 2,5 Zoll Interne SSD, bis zu 550 MB/Sek

Achtet beim Kauf des Gehäuses auf den UASP Support. Es gibt auch identisch aussehende Gehäuse die keinen UASP Support bieten und ca 2€ billiger sind.

ssd1ssd2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die SSD wird ohne Werkzeug ins Gehäuse gesteckt und kann anschließend an den Mac angeschlossen werden.

Anschließend muss die SSD zur Vorbereitung einmal wie hier beschrieben formatiert werden (Sieht seit OS X 10.10 etwas anders aus als im Artikel, der Ablauf ist aber im Grunde der gleiche).

Sobald die SSD formatiert ist taucht sie auf dem Schreibtisch als externe Festplatte auf und kann auch schon verwendet werden.

Wenn man jetzt das Betriebssystem auf die SSD installieren will gibt es entweder die Möglichkeit die Festplatte mit einem Programm wie dem Carbon Copy Cloner zu klonen, wodurch das gesamte Betriebssystem mit allen Dateien, Einstellungen und Programmen von der internen Festplatte auf die externe SSD übertragen wird, oder man installiert das Betriebssystem komplett neu und wählt dabei als Installationsziel die SSD aus.

Ich habe erst die Klon Variante ausprobiert, was zunächst auch einwandfrei funktionierte. Ich hatte dann allerdings mehrfach Probleme den Mac aus dem Ruhezustand wieder aufzuwecken. Daraufhin habe ich eine komplette Neuinstallation auf die SSD durchgeführt und seit dem läuft es bei mir problemlos.

Der Geschwindigkeitszuwachs ist deutlich spürbar. Ich würde sagen es ist kaum ein Unterschied zu einer intern verbauten SSD zu merken.

Im BalckMagic Speed Test zeigt sich eine Verdreifachung der Lese- und Schreibgeschwindigkeit.

ssdspeed1

Interne HDD Geschwindigkeit

ssdspeed2

Externe SSD Geschwindigkeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit: Besonders für den iMac und den Mac Mini ist diese Variante eine einfache Möglichkeit auf eine SSD umzusteigen und den Mac erheblich zu beschleunigen. Es sind keine Kenntnisse notwendig wie der Mac geöffnet wird. Lediglich mit der Neuinstallation von OS X sollte man sich vorher ein wenig auskennen. Selbstverständlich sollte für alle Fälle ein Backup vorhanden sein.

Apr 14 2016

Hyperion Ambilight per Philips Hue Tap steuern

Im letzten Beitrag habe ich über den Bau meines Ambilights berichtet. Ein interessanter Artikel zum Thema Sonos steuerung per Philips Hue Dimmer auf iphone-ticker.de brachte mich auf die Idee etwas ähnliches mit meinem Philips Hue Tap und dem Raspberri Pi zu machen.

Um die Philips Hue Bridge auslesen macht es Sinn sich erstmal mit der Philips Hue API vertraut zu machen. Dort findet man die Informationen wie man zunächst einen autorisierten User anlegt.

Mit dem Pythonscript prüfe ich ob die Taste mit dem Code 18 am Philips Hue Tap in den letzten 60 Sekunden gedrückt wurde. Ist dies der Fall schaltet ein Shellscript Hyperion ein.

Ich habe das vom ipohen-ticker freigegebene Python Script als Grundlage genommen und entsprechend modifiziert. Ich muss dazusagen das ich mich vorher noch nie mit Python beschäftigt habe. Aber am Ende habe ich dieses Script gebastelt:

#!/usr/bin/env python
import urllib, json, datetime, time, os
import subprocess
import shlex

#Hue Bridge IP Adresse und User
#--------------------------
url = 'http://IPADRESSE/api/USERNAME'
response = urllib.urlopen(url)
data = json.loads(response.read())
button = data['sensors']['2']['state']['buttonevent']
klickzeit = data['sensors']['2']['state']['lastupdated']
klickzeitunix = time.mktime(datetime.datetime.strptime(klickzeit, "%Y-%m-%dT%H:%M:%S").timetuple())
timestamp = int(time.time())

light1 = data['lights']['1']['state']['on']
light2 = data['lights']['2']['state']['on']
light3 = data['lights']['3']['state']['on']
light4 = data['lights']['4']['state']['on']
light5 = data['lights']['5']['state']['on']

#Hyperion Start und Stop befehle
#-------------------------------
hyperiontoggle = "./hyperion_toggle.sh"
args = shlex.split(hyperiontoggle)

if (timestamp-klickzeitunix-7185 > 0 and timestamp-klickzeitunix-7185 < 60):
    if (button == 18):
    	output = subprocess.call(args)
        

Das dazugehörige Shellscript sieht folgendermaßen aus:

#!/bin/bash
if [ `sudo service hyperion status | grep running | wc -l` = 1 ]
then
    hyperion-remote -c black
    sleep 3
    sudo service hyperion stop
else
    sudo service hyperion start
fi

Das Pythonsript muss  dann nur noch per crontab jede Minute ausgeführt werden.

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